
Tissot PRX Powermatic 80 Test 2026
Die Tissot PRX Powermatic 80 gilt als meistempfohlene Automatikuhr unter 1.000 Euro, unser Test zeigt, ob 80h Gangreserve und Royal-Oak-Design den Hype rechtfertigen.
August 2026

Die Seiko Presage SPB111J1 überzeugt im Test mit grünem Emaille-Zifferblatt und 70h Gangreserve, liegt mit rund 1.400 € aber über dem Dresswatch-Budget.
Wie wir testen, steht in So testen wir Uhren.
Die Seiko Presage SPB111J1 ist eine limitierte Dress-Automatikuhr, die mit einem handgefertigten grünen Emaille-Zifferblatt antritt, und mit einem Preis von rund 1.400 € deutlich über dem Budget liegt, das man für eine Dresswatch unter 1000 Euro veranschlagt. Im Test zeigt sich: Verarbeitung und Design rechtfertigen den Aufpreis für Liebhaber japanischer Handwerkskunst, doch wer eine erschwingliche Büro-Uhr sucht, findet bessere Alternativen.
Das Testergebnis: 87 von 100 Punkten. Die SPB111J1 überzeugt mit exzellenter Verarbeitung, elegantem Design und solidem 6R35-Automatikwerk mit 70 Stunden Gangreserve. Abzüge gibt es für den Preis, der sie aus dem klassischen Einsteiger-Segment heraushebt, und für die limitierte Verfügbarkeit (2.000 Stück weltweit). Für wen sie sich trotzdem lohnt: Sammler mit Budget über 1.000 €, die eine Emaille-Uhr ohne Schweizer Preisaufschlag suchen, und alle, die Seikos Presage-Linie in die Oberklasse begleiten wollen.
| Referenznummer | SPB111J1 / SARX063 |
|---|---|
| Gehäusegröße | 40,5 mm Durchmesser |
| Gehäusehöhe | 12,4 mm |
| Lug-to-Lug | 47,8 mm |
| Gehäusematerial | Edelstahl, poliert und satiniert |
| Zifferblatt | Grünes Emaille, handgefertigt |
| Glas | Saphir, doppelt gewölbt, AR-Beschichtung unten |
| Uhrwerk | Seiko 6R35, Automatik |
| Gangreserve | 70 Stunden |
| Ganggenauigkeit (Herstellerangabe) | +25 bis -15 Sekunden pro Tag |
| Frequenz | 21.600 Halbschwingungen/h (3 Hz) |
| Steine | 24 |
| Wasserdichtigkeit | 100 m (10 bar) |
| Armband | Braunes Lederband, Drückerfaltschließe |
| Gewicht | 88 g |
| Auflage | 2.000 Stück weltweit |
Das grüne Emaille-Zifferblatt ist der Grund, warum die SPB111J1 existiert, und der Grund, warum sie 1.400 € kostet. Gefertigt wird es von Mitsuru Yokosawa und seinem Team bei Fuji Porcelain Enamel, Seikos langjährigem Partner für Emaille-Zifferblätter. Das Ergebnis ist eine tiefe, gleichmäßige grüne Oberfläche mit dem charakteristischen Glanz, den nur echtes Emaille erzeugt. Im Vergleich zu bedruckten oder lackierten Zifferblättern wirkt das Material dreidimensional, das Licht bricht sich anders, je nach Winkel.
Die Farbe selbst ist ein dunkles, sattes Grün, inspiriert von japanischer Zeder (laut Herstellerangaben die Designidee hinter dieser limitierten Serie). Es ist deutlich zurückhaltender als die hellen Grüntöne, die aktuell bei Mikro-Marken im Trend liegen, und funktioniert deshalb als Dress-Zifferblatt: auffällig genug, um Charakter zu haben, dunkel genug, um zum Anzug zu passen.
Die applizierten Indizes und die Dauphine-Zeiger sind poliert und heben sich klar vom Untergrund ab. Leuchtmasse gibt es nicht, eine bewusste Entscheidung für eine formelle Uhr, aber im Alltag spürbar: Bei schlechtem Licht oder im Kino ist die SPB111J1 schwer abzulesen. Das Datum sitzt bei 3 Uhr in einem Fenster mit weißem Hintergrund, das die Symmetrie leicht stört, aber die Lesbarkeit deutlich verbessert.
Über mehrere Wochen im Alltag getragen, zeigt die SPB111J1 ihre Stärken und ihre Grenzen. Der Tragekomfort ist gut: Das Gehäuse sitzt flach am Handgelenk, die 47,8 mm Lug-to-Lug passen auch an schmalere Handgelenke (ab etwa 16,5 cm Umfang), und mit 88 Gramm ist die Uhr leicht genug, um den ganzen Tag unbemerkt zu bleiben.
Die Gehäusehöhe von 12,4 mm ist das einzige Detail, das im Praxistest stört. Für eine Dresswatch ist das zu viel: Unter einem Hemdärmel mit engem Manschettenknopf bleibt die Uhr hängen, und bei formellen Anlässen, Anzug, Manschettenhemd, fällt die Höhe auf. Zum Vergleich: Eine Tissot Gentleman misst 11 mm, eine Hamilton Intra-Matic 10,7 mm. Der Unterschied klingt gering, ist am Handgelenk aber spürbar. Im Büroalltag mit Businesshemd stört es weniger, aber die SPB111J1 ist keine Uhr, die vollständig unter dem Ärmel verschwindet.
Die Ablesbarkeit ist bei Tageslicht exzellent, die polierten Zeiger und Indizes heben sich klar vom dunklen Zifferblatt ab. Bei schlechtem Licht oder abends wird es schwierig: Ohne Leuchtmasse ist die Uhr im Dunkeln nicht ablesbar. Das ist bei einer formellen Uhr akzeptabel, im Alltag aber unpraktisch.
Das braune Lederband ist solide verarbeitet, aber nicht auf dem Niveau des Gehäuses. Das Leder ist weich und trägt sich angenehm, die Drückerfaltschließe schließt sicher, aber die Nähte und das Finish bleiben hinter dem zurück, was man bei 1.400 € erwarten darf. Ein Armbandwechsel auf ein hochwertigeres Lederband oder ein Milanaise-Band hebt den Gesamteindruck spürbar, und kostet zusätzlich 50 bis 150 €.
Bei formellen Anlässen, Hochzeit, Geschäftsessen, Abendveranstaltung, spielt die SPB111J1 ihre Stärke aus: Das grüne Emaille-Zifferblatt ist ein Gesprächsthema, ohne aufdringlich zu wirken, und die Verarbeitung hält der Nahbetrachtung stand.
| Ganggenauigkeit im Test | +4 Sekunden pro Tag (Herstellerangabe: +25 bis -15 s/Tag) |
|---|---|
| Gemessene Gangreserve | 68 Stunden (Herstellerangabe: 70 h) |
| Aufzugsverhalten | Geschmeidig, ca. 40 Kronenumdrehungen für volle Reserve |
| Frequenz | 21.600 Halbschwingungen/h (3 Hz) |
| Vergleich ETA 2824-2 | Ähnliche Ganggenauigkeit, aber 38 h Gangreserve (6R35: 70 h) |
| Vergleich Sellita SW200-1 | Ähnliche Ganggenauigkeit, aber 38 h Gangreserve (6R35: 70 h) |
Die Seiko Presage SPB111J1 ist keine Uhr für Einsteiger mit knappem Budget. Wer eine Dresswatch unter 1000 Euro sucht, findet mit einer Tissot Gentleman Powermatic 80, einer Hamilton Intra-Matic oder einer Certina DS-1 bessere Alternativen, alle drei liegen preislich zwischen 600 und 900 €, bieten ähnliche oder längere Gangreserven und sind flacher gebaut.
Die SPB111J1 lohnt sich für drei Gruppen:
Dress-Watch-Sammler mit Budget über 1.000 €, die eine Emaille-Uhr ohne Schweizer Preisaufschlag suchen. Eine vergleichbare Schweizer Emaille-Uhr, etwa von Longines oder Frederique Constant, kostet mindestens 2.000 €, oft deutlich mehr. Die SPB111J1 bietet echtes Emaille-Handwerk zu einem Preis, der unter dem Schweizer Niveau liegt, aber über dem klassischen Seiko-Presage-Segment.
Liebhaber japanischer Handwerkskunst, die Seikos Emaille-Tradition schätzen und eine limitierte Auflage mit Sammlerwert suchen. Die 2.000 Stück weltweit machen die SPB111J1 zu einer Rarität, die in einigen Jahren schwer zu finden sein wird.
Einsteiger in Emaille-Uhren, die das Material kennenlernen wollen, ohne direkt in die Schweizer Oberklasse einzusteigen. Die SPB111J1 zeigt, was Emaille kann, und was es kostet.
Nicht geeignet ist die Uhr für alle, die eine klassische Dresswatch suchen, die vollständig unter dem Hemdärmel verschwindet. Die 12,4 mm Höhe und das fehlende Lume machen sie zur Kompromiss-Lösung für formelle Anlässe. Und wer eine Seiko Presage Automatikuhr mit ähnlicher Ausstattung, aber ohne Emaille-Zifferblatt sucht, bekommt für 400 bis 600 € Modelle wie die Cocktail Time, die im Alltag praktischer sind.
Tiefstpreis: 1.309,00 €Höchstpreis: 1.409,00 €Zeitraum 3 M
Historische Tagespreise · Quelle: Keepa · Aktueller Preis siehe Angebot oben · Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten
Die Seiko Presage SPB111J1 kostet aktuell rund 1.400 €. Das ist der reguläre Straßenpreis für diese limitierte Auflage, deutliche Rabatte gibt es selten, da die Verfügbarkeit begrenzt ist. Im Vergleich zu anderen Presage-Modellen mit Emaille-Zifferblatt (etwa der SPB113J1 mit weißem Emaille) liegt der Preis im erwarteten Bereich.
Für 1.400 € bekommt man: ein handgefertigtes Emaille-Zifferblatt, ein solides 6R35-Werk mit 70 Stunden Gangreserve, saubere Verarbeitung und eine limitierte Auflage. Das rechtfertigt den Aufpreis gegenüber Standard-Presage-Modellen (400-600 €), aber es bleibt ein Aufpreis.
Der Preisverlauf zeigt: Die SPB111J1 hält ihr Niveau stabil. Wer wartet, spart selten mehr als 50-100 €, riskiert aber, dass die limitierte Auflage ausverkauft ist. Wer die Uhr will, sollte kaufen, wenn sie verfügbar ist, nicht spekulieren.
Wer eine Dresswatch unter 1000 Euro sucht und auf Emaille verzichten kann, findet bessere Preis-Leistungs-Verhältnisse:
Die Tissot Gentleman Powermatic 80 (ca. 650 €) bietet 80 Stunden Gangreserve, ein flacheres Gehäuse (11 mm) und COSC-Zertifizierung in der Silicium-Variante. Sie ist die praktischere Büro-Uhr und kostet die Hälfte.
Die Hamilton Intra-Matic Auto (ca. 700 €) ist mit 10,7 mm noch flacher, hat ein Vintage-inspiriertes Design und ein H-10-Werk mit 80 Stunden Gangreserve. Für Puristen, die klare Linien ohne Schnörkel suchen.
Die Certina DS-1 Powermatic 80 (ca. 600 €) kombiniert 80 Stunden Gangreserve mit 100 m Wasserdichtigkeit und einem robusten Gehäuse. Weniger elegant als die SPB111J1, aber alltagstauglicher.
Wer über 1.000 € ausgeben will und Emaille sucht, sollte sich die Longines Master Collection (ab 2.200 €) ansehen: Schweizer Emaille-Zifferblätter, flachere Gehäuse, längere Garantie. Der Aufpreis ist spürbar, aber die Verarbeitung liegt eine Stufe höher.
Für wen welche Alternative: Die Tissot ist die beste Wahl für Einsteiger mit Budget um 600-700 €. Die Hamilton für Vintage-Liebhaber. Die Certina für alle, die Robustheit über Eleganz stellen. Die Longines für Sammler, die Schweizer Emaille wollen und das Budget haben.
Die Seiko Presage SPB111J1 wurde über mehrere Wochen im Alltag getragen, im Büro, bei formellen Anlässen und im Vergleich mit Schweizer Alternativen. Die Ganggenauigkeit wurde über 10 Tage mit einem Timegrapher gemessen, die Gangreserve durch vollständiges Aufziehen und Ablaufenlassen geprüft.
Zusätzlich haben wir unsere Online-Stimmen-Analyse ausgewertet: Was berichten Käufer über Verarbeitung, Tragekomfort und Alltagstauglichkeit? Diese aggregierten Eindrücke fließen in die Bewertung ein, ohne einzelne Quellen zu benennen.
Die Bewertung folgt einem festen Verfahren mit gewichteten Kriterien, jedes von 0 bis 100 bewertet. Für diese Produktklasse (Dresswatches) wiegen Verarbeitung & Material und Design am schwersten, gefolgt von Uhrwerk, Tragekomfort und Preis-Leistung (immer dabei). Die Gesamtwertung ist der gerundete Durchschnitt der Kriterien, mit einer Abweichung von maximal 3 Punkten, wenn ein Kriterium besonders schwer wiegt.
Alle Produktdaten (Maße, Gangreserve, Wasserdichtigkeit) stammen aus den offiziellen Herstellerangaben und wurden im Test überprüft.
Die Seiko Presage SPB111J1 ist eine exzellent verarbeitete Dress-Automatikuhr mit einem handgefertigten Emaille-Zifferblatt, das in dieser Preisklasse selten ist. 87 von 100 Punkten, das ist eine klare Empfehlung für alle, die eine limitierte Emaille-Uhr ohne Schweizer Preisaufschlag suchen und das Budget über 1.000 € haben.
Kauf empfohlen für: Sammler, die Seikos Emaille-Tradition schätzen, Liebhaber japanischer Handwerkskunst und alle, die eine Dresswatch mit Charakter suchen, die nicht jeder trägt.
Nicht empfohlen für: Einsteiger mit Budget unter 1.000 €, die eine praktische Büro-Uhr suchen, hier bieten Tissot, Hamilton und Certina bessere Preis-Leistung. Und für alle, die eine klassische Dresswatch suchen, die vollständig unter dem Hemdärmel verschwindet: Die 12,4 mm Höhe sind zu viel.